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Cortijo de Ensueño, La Boca de los Frailes, E-04118 San José |
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Mein Weg zu den Katzen. Ich bin mit Hunden groß geworden, in der Zeit meiner ersten Schuljahre hatten wir einen wunderschönen Mischlingshund der auf den Namen Rex hörte. Er brachte mich jeden Morgen zur Schule und wusste immer, wann der Unterricht zu Ende war. Dann saß er in der Nähe des Schultores und wartete auf mich. Ich habe diesen Hund sehr geliebt. Er wurde eines Tages vergiftet.
Meinen nächsten Kontakt zu Hunden hatte ich dann 1973. Mein am 05.02.1986 in Roquetas de Mar verstorbener Mann Werner Helbig schenkte mir zu meinem 33. Geburtstag eine schwarze Zwergpudelhündin, so kam "Elfi von Ulenburg" zu mir.
Sie ist sehr weit in der Welt herumgekommen, weil ich mich so gut wie nie von ihr getrennt habe. Elfi ist 1986 in der Weihnachtszeit in meinem Arm gestorben, sie hatte Gebärmutterkrebs.
Im März 1987 habe ich mir einen neuen, weißen Zwergpudel gekauft, diesmal einen Rüden und ich habe ihn "Charly" getauft. Wir fuhren in den ersten 2 Jahren immer mit dem Auto zwischen Solingen und Roquetas de Mar hin und her. Bis ich dann auf Bitte von Karl-Heinz, meinem Verlobten und Lebensgefährten 1989 meine Wohnung in Solingen auflöste um für immer in Spanien zu leben. Karl-Heinz hatte zu der Zeit eine Cockerspanieldame namens "Nehra", die sich ganz prima mit Charly, - den ich auch "Lümmelchen" nannte, weil er Karl-Heinz stets beim Gassi gehen ausbüxte um schnurstracks nach Hause zu laufen oder einfach nur das tat was er wollte- verstanden hat.
Charly und Nehra schliefen und spielten gerne zusammen. Nehra ist dann leider von uns gegangen.
Damit Charly und ich nicht mehr so traurig und allein war, hat Karl-Heinz 1993 seine Katze "Mautzi" zu uns geholt. Ich hatte mich wochenlang dagegen gesperrt, weil ich keine Katze wollte und mir auch nicht vorstellen konnte, das dies mit Charly gut ging. Dann hat jedoch meine Liebe zu Karl-Heinz den Ausschlag gegeben, "Mautzi" hielt Einzug in unser Zuhause und dies im wahrsten Sinne des Wortes.
Nach einer gründlichen Inspektion von Garten und Haus hat sie sich zielsicher meinen Schoss als zukünftigen Lieblingsplatz ausersehen. So wurde ich sehr sanft von "Mautzi" in meine Rolle als Katzenmama eingeführt. Mautzi war eine total unauffällige Katze, sie hat nie gemault, nie auch nur irgendetwas kaputt gemacht und man konnte sie auch mal allein lassen. Sie kam auf meinen Schoss wann immer sie dies für richtig hielt und hat dann allerdings unmissverständlich klar gemacht, das Schmusen oder Spielen angesagt waren. Oder wie ich sie streicheln sollte, was das Spiel ihrer Ohren mir zu sagen hatte, wann Vorsicht angesagt war und vieles mehr. Mautzi konnte ich direkt in ihre schönen grün-braunen Augen schauen. Auch mit Mautzi gab es für Lümmelchen kein Problem, die beiden schliefen vom ersten Tage an im Hundekörbchen zusammen und in der Nacht Seite an Seite mit uns im Bett.
Charly ist Karl-Heinz im Frühjahr 1995 fortgelaufen, als er mich nach einem Deutschlandaufenthalt vom Flughafen Malaga abholte. Wir haben ihn über eine Woche lang gesucht, im Rundfunk eine Durchsage gestartet und Plakate verteilt. Aber wir haben ihn nicht mehr gefunden.
Mautzi und ich haben jeden Tag draußen im Hof gesessen und irgendwie darauf gewartet, das der kleine Charly irgendwann vor der Türe stand. Manchmal geschehen ja solche Wunder und wir wollten einfach daran glauben. Karl-Heinz konnte diese Trauer wohl nicht mehr mit ansehen und hat den Tierschutzverein Roquetas angerufen.
Und so kam im Juni 1995 mein Felixkater zu mir.
Dieser wunderbare Kater hat mich dann entgültig zur Katzenliebe bekehrt. "Felix" war und ist meine große Katzenliebe. Wir waren echte Freunde! Er wurde im März 1995 geboren und hat uns im August 2001 verlassen. Ich werde ihn niemals vergessen und in meinem Herzen immer um ihn trauern. Mir fehlen die nächtlichen Kuschelstunden mit Felix sehr. Keine Katze war/ist so unendlich zärtlich und liebevoll. Felix hatte für mich ein fast menschliches Wesen. Ich konnte seine Souveränität und seine Liebenswürdigkeit manchmal einfach nicht fassen. Er schaffte es immer, jeden Streit zwischen unseren Katzen im Keim zu ersticken, ging nur kurz von einem zum anderen, stupste jeden mal kurz an oder machte kurz sein "mäh, mäh" und alles war ruhig. In seine verständnisvollen Augen zu schauen, das hieß "Vertrauen Pur!" Mit Felix konnte ich - wie mit einem Hund - auf dem Bürgersteig oder im Gelände spazieren gehen. Er war immer an meiner Seite. Wenn ich eine Katze vermisste und sie auch nach Rufen nicht kam, wollte Felix raus und er hat mir den Ausreißer immer mit nach Hause gebracht. Sein Bild steht über meinem Monitor und ich halte sehr oft stumme Zwiesprache mit Felix. Er hätte sich im "Cortijo de Ensueño" sehr wohl gefühlt.
Irgendwann, da bin ich mir ganz sicher, werde ich "dickes Männlein" wiedersehen!
Heute leben 7 Katzen bei uns und ich möchte keine einzige missen. Ich bin mit Leib und Seele eine Katzenmutter geworden. Meine Freunde behaupten ich habe Katzenaugen und muss in einem früheren Leben sicher mal eine Katze gewesen sein. Irgendwie glaube ich langsam auch daran.
Wenn ich heute meinen Katzen beim Spielen und Raufen zusehe, muss ich sehr oft an Felix denken. Ich schaue dann zum Himmel und sende ihm einen lieben Gruß zu.
Monika
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Webseite erstellt: im Oktober 2004 - Änderung am:01. octubre 2006 © Fotos:Karl-Heinz Baumgärtner |
| © Text und Design: Webmissis Monika Helbig |